
Wenn man an einem frühen Saisonmorgen seinen Kleiderschrank öffnet und kein Teil zu dem Wetter oder der Stimmung des Tages zu passen scheint, liegt das Problem selten an der Anzahl der Kleidungsstücke. Es liegt am Mangel an Teilen, die miteinander funktionieren. Die Modetrends dieser Saison bieten genau klare Richtungen, um kohärente Outfits zu kreieren, ohne unnötige Käufe anzuhäufen.
Football-Core und Trikots in der Stadt: der Modetrend, der die Codes verändert
Das Fußballtrikot wird oft noch mit dem Sonntag vor einem Spiel assoziiert. Diese Saison ist die Grenze gefallen. Die Bewegung Blokecore, die von Vogue France als einer der Haupttrends seit 2024 identifiziert wurde, etabliert sich dauerhaft im alltäglichen Kleiderschrank. Die Idee: die Codes der britischen Fans der 1990er Jahre (Trikot, Trainingsanzug, Sneakers) aufgreifen und in Stadtsilhouetten integrieren.
Konkret trägt man ein Vintage-Trikot unter einem unstrukturierten Blazer oder eine Trainingshose mit feinen Streifen zu Mokassins. Football-Core funktioniert, wenn man Sportswear auf ein einziges Teil pro Outfit beschränkt. Zwei sportliche Teile zusammen bringen einen zurück in die Stadionumkleide, nicht auf die Straße.
Die Nähe zur Weltmeisterschaft 2026 befeuert diesen Trend. Die Marken des Massenmarktes bringen zahlreiche Kollektionen auf den Markt, die vom Fußball inspiriert sind, und die Vintage-Teile europäischer Clubs sind in Secondhand-Läden sehr gefragt. Um diesem Modetrend mit regelmäßigen Analysen zu folgen, findet man Entschlüsselungen auf der Website mrseb.fr, die der Mode gewidmet ist, die helfen, die Teile zu identifizieren, die man anvisieren sollte, ohne Fehler zu machen.

Rohdenim, Leder und strukturierte Taschen: die Materialien, die diese Saison im Kommen sind
Die Marktdaten, die von Accio für 2026 zusammengestellt wurden, zeigen drei Produktkategorien mit signifikantem Anstieg: Lederhosen, Rohdenim und strukturierte Taschen. Das sind keine Launen der Laufstege. Diese drei Materialien erfüllen ein konkretes Bedürfnis nach Vielseitigkeit.
Rohdenim, das Herzstück des strukturierten Casual-Looks
Rohdenim patiniert mit der Zeit und passt sich allen Jahreszeiten an. Eine gerade geschnittene Jeans funktioniert sowohl mit weißen Sneakers als auch mit Lederstiefeln. Der Schlüssel: einen ausreichend dichten Stoff wählen, damit er seine Form ohne Bügeln behält.
Man trägt ihn ungewaschen, mit rohem Saum oder leicht hochgekrempelt. Im Sommer mit einem Leinenhemd, im Herbst mit einem runden Strickpullover. Es ist ein Teil, das die Trends überdauert, ohne aus der Mode zu kommen.
Leder jenseits der Jacke: Hosen und Röcke aus Vollnarbenleder
Die Lederhose ist nicht mehr nur für Rock-Looks reserviert. Diese Saison sieht man sie in Büro-Outfits kombiniert mit einem feinen Pullover und Derbys. Der gerade oder leicht ausgestellte Schnitt ersetzt die Slim-Fit, die in den vorherigen Saisons dominierte.
Die Rückmeldungen zum Komfort von echtem Leder bei warmem Wetter variieren, aber ein Futter aus Viskose und ein weiter Schnitt lösen die meisten Atmungsprobleme. Veganes Leder bleibt eine Alternative, vorausgesetzt, man überprüft die Dicke des Materials: zu dünn, bricht es innerhalb weniger Monate.
Strukturierte Taschen: den Shopper durch ein geometrisches Stück ersetzen
Die weiche und formlose Tasche verliert an Boden. Modelle mit klaren Linien, markanten Ecken und metallischen Verschlüssen dominieren die Schaufenster. Ihr praktischer Vorteil: Sie stehen alleine, schützen den Inhalt besser und verleihen einem lässigen Outfit sofort ein strukturierteres Aussehen.
Ein einzigartigen Stil aufbauen, ohne allen Modetrends zu folgen
Jede vorbeiziehende Trend zu übernehmen, garantiert einen inkohärenten Kleiderschrank und ein explodiertes Budget. Die Strategie, die diese Saison funktioniert, basiert auf einem einfachen Prinzip: maximal zwei Trends auswählen und sie mit Basics kombinieren, die bereits im Kleiderschrank vorhanden sind.
Hier sind die Kriterien zur Auswahl der richtigen Trendteile:
- Das Teil lässt sich mit mindestens drei bestehenden Outfits in Ihrem Kleiderschrank kombinieren, ohne zusätzliche Käufe
- Es funktioniert in mindestens zwei Saisons (ein Football-Core-Trikot kann im Herbst unter einer Jacke und im Sommer allein getragen werden)
- Die Kosten pro Trageeinheit bleiben angemessen: Ein teures Teil, das zweimal getragen wird, kostet mehr als ein Basic, das fünfzigmal getragen wird
Man kann auch nach Material anstatt nach Trend denken. In qualitativ hochwertigen Rohdenim oder eine strukturierte Ledertasche zu investieren, bedeutet, dem Trend der Saison zu folgen und gleichzeitig einen nachhaltigen Kleiderschrank aufzubauen.

Farben und Kombinationen von Trendteilen für diese Saison
Die Farbpaletten dieser Saison organisieren sich um klare Kontraste anstelle von Abstufungen. Man kombiniert neutrale Töne (Beige, Ecru, Hellgrau) mit einem starken Teil in lebhafter Farbe: Minzgrün, Buttergelb, Ziegelrot.
Ein einziges farbiges Teil pro Outfit reicht aus, um einen markanten Look zu kreieren. Der Rest des Outfits spielt die Rolle des Hintergrunds. Das ist das effektivste Prinzip, um einen schicken Stil zu erzielen, ohne das Risiko einer visuellen Überladung.
Die Kombinationen, die diese Saison gut funktionieren:
- Beige Leinenhose, weißes T-Shirt, kurze farbige Jacke (Minzgrün oder Buttergelb)
- Rohdenim, Vintage-Trikot, Leder-Mokassins, schwarze strukturierte Tasche
- Midi-Kleid aus Baumwolle, Ledergürtel, flache Sandalen, ein einziges starkes Accessoire (geometrische Ohrringe oder breites Armband)
Der einzigartige Stil kommt von der Kohärenz zwischen den Teilen, nicht von ihrer individuellen Originalität. Ein gut geschnittenes weißes T-Shirt in einem durchdachten Outfit hat immer mehr Einfluss als ein spektakuläres Teil, das zufällig getragen wird. Diese Saison fördern die Modetrends genau diesen Ansatz: weniger Teile, besser ausgewählt, besser kombiniert.